 | Auf Zollverein!
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Die diesjährige Radtour des Turnerbundes sollte ganz im Zeichen der „Schachtzeichen“ stehen: Am letzten Tag dieses Ruhr2010-Projektes wurden die gelben Helium – Ballons an alten Zechenstandorten wetterbedingt aber nicht hochgelassen, schade! Überhaupt das Wetter: Die Prognosen waren ungünstig und so kam es auch! Schon beim Start in den Morgenstunden regnete es und nach sonnigen Abschnitten, die uns schon frohlocken ließen, kam es dann zum Teil ganz dicke! | |  | Halde Rheinelbe
| | Trotzdem war die Stimmung von Anfang an gut und blieb es auch über die knapp 50 km durch unser „abwechselungsreiches“ Revier (Grünzüge, landwirtschaftliche Flächen, Gewerbe- und Industriegebiete, Wohngebiete, Parks, alte und neue Radwege, Verkehrsadern). Die Stationen: Zeche König Wilhelm/ Christian Levin in Dellwig, Zollverein mit Kokerei und Schacht 12 an der Gelsenkirchener Str. (das Unesco-Kulturerbe), Zollverein Schacht 1/2/8 (Tanzzentrum), Zollverein 3/7/10 („Erfahrungsfeld der Sinne“/ Phänomenia“), Zeche Bonifatius an der Rotthauser Str., Zeche Helene an der Twentmannstr. (Sport- und Schulzentrum), Zechen Wolfsbank/ Neuwesel in Borbeck. | |  | Ganz dicht an einem Schachtzeichen.
| | Die Höhepunkte der Tour: der natürliche Mechtenberg mit Bismarckturm und die Halde Rheinelbe mit der Himmelsleiter von Hermann Prigann. Von dem Projekt "Zwei Berge – eine Kulturlandschaft", wo durch Bepflanzung Farbachsen entstehen sollen, war nichts zu sehen, doch der Ausblick vom Berg und von der Halde (allerdings ohne Panoramablick auf die Schachtzeichen am Boden) entschädigte etwas.
Auch die Skulpturen Priganns am Fuße der Halde sind sehenswert: Am Ort gefundene Relikte des Industriezeitalters wie Mauerstücke, Betonblöcke und alte Stahlteile wurden mit Holzteilen als Fundament verbunden; dabei sollen dann die natürlichen Veränderungen der Skulpturen durch Verfall der Fundamente symbolisch für den Wandel der ganzen Ruhrgebietslandschaft stehen.
So haben die Teilnehmer ihre Regenkleidung ausgiebig testen können und dabei sogar Spaß gehabt. Was wären Radtouren ohne die sachkundigen Fachgespräche am Tresen hinterher: Würtschen mit Kartoffelsalat und Pils sind doch immer wieder der lohnende Abschluss solcher sportlichen Herausforderungen.
P.S. Dank an Peter Hupperich von allen Mitradlern für diese wunderschöne Radtour und auch ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Bericht.
Die nächste Radtour des TBF zur Kulturhauptstadt 2010 findet am 18. Juli statt. Dann geht es mit dem Fahrrad auf die Autobahn. Nein, wir wollen nicht als Falschfahrer in die Verkehrsnachrichten. Am 18. Juli ist die A40 auf ihrer gesamten Länge im Ruhrgebiet gesperrt und lädt zum Radfahren und Flanieren ein.
Mehr über unsere Radtour an diesem Tag, zu der wieder alle Freunde des TBF herzlich eingeladen sind, gibt es demnächst an dieser Stelle. |
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